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Probleme bei der Rangordnung beim Hund


Häufig genießt der Hund durch antiautoritäre Erziehung einen hohen Sozialrang und kann jederzeit all das tun, was ranghohen Rudelmitgliedern vorbehalten ist (Einfordern von Fressen, Territorien, Gassizeiten, Streicheleinheiten, Körperkontakt, Leckerlis, Nutzung erhöhter Ruheplätze etc.). Dann wird ihm diese Position teilweise streitig gemacht. Die Besitzer stellen sich plötzlich in der Rangordnung über ihren Hund, indem sie diesem Gehorsam abverlangen, obwohl sie sich monatelang "freiwillig" mit dem Nichtfunktionieren der Befehle und damit der rangniederen Position zufrieden gaben. Um
Probleme bei der Rangordnung beim Hund
dies so schnell wie möglich zu unterbinden bzw. zu verhindern, ist es dringend notwendig, dem Hund wieder einen festen Platz (diesmal rangniedrigste Position) innerhalb der Familie zuzuweisen. Nur so erhält er das Gefühl von Sicherheit im Rudel wieder. Dabei wird er keineswegs unglücklich darüber sein, wenn man ihn auf der Hierarchieleiter auf die unterste Stufe stellt. In vielen Fällen ist ersichtlich, dass die Hunde zwar mit der Position des „Rudelführers" durchaus zurechtgekommen sind, jedoch über einen zweifelhaften Status bei Auftreten von Krisensituationen frustriert sind. Sowohl Beschwichtigungs- und Ablenkungsversuche als auch die Bestrafung, verstärken letztlich das Verhalten ihres Hundes. Strafe verstärkt die Unsicherheit und Angst und die Aggressionsbereitschaft erhöht sich.
Hinweis: Besonders bei auftretendem Aggressionsverhalten (Knurren, Bellen, Beißen) des Hundes gegenüber Familienmitgliedern ist es zwingend notwendig, den Rat eines Tierverhaltenstherapeuten einzuholen. Prognose (und relevante Faktoren): Nur ein von allen Familienmitgliedern mit äußerster Konsequenz und Geduld verfolgtes Training kann dem Hund helfen, seinen neuen festen Platz innerhalb des Sozialgefüges Familie (= Rudel) zu bekommen (als rangniedrigstes Tier), wodurch ein funktionierendes Zusammenleben ohne Angst und Stress realisiert werden kann.
Zu erwähnen bleibt die Tatsache, dass eine rasche und völlige Elimination des Problems nur schwer, eine merkliche und für Hund und Tierbesitzer akzeptable Verbesserung bei ausreichendem Training jedoch schnell zu erreichen ist. Veränderung der interaktiven Grundregeln innerhalb der Familie - Schaffung einer allgemeinen Hausordnung: Ab sofort werden alle Annehmlichkeiten des Hundelebens (Futter, Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten, Spaziergänge, Spiele, Leckerbissen etc.) nur bei völlig aggressivlosem und unterwürfigem Verhalten zur Verfügung gestellt und zu anderen Zeiten entfallen diese gänzlich. (Rangminderung des Hundes auf unterste soziale Stufe (ohne Gewalt).)
Quelle: mdr



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