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Mein Hund ist zu Hause der Chef


Simple Demonstrationen der Rangordnung: Hunde betrachten Menschen als Artgenossen und übertragen die Regeln der Rangordnung auch auf die menschlichen Familienmitglieder. Das Hauptziel im Leben des Hundes besteht darin, Zugang zu Ressourcen (Futter, Schlafplatz, geliebte Person, Streicheleinheiten) zur Steigerung der individuellen Fitness zu erlangen. Dabei stellt die Familie für den Hund dessen Rudel dar, in dem er zunächst den bestmöglichen (also ranghöchsten) Platz anstrebt. Verhaltensweisen, die den Hund über längere Zeit erfolgreich als das ranghöchste Rudelmitglied ausweisen
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(ständiges Einfordern von Fressen, Streicheleinheiten, Körperkontakt und Gassizeiten mit Erfolg, Leckerlis ohne Gegenleistung, Spielzeug zur ständigen Verfügung, nur Rechte - keine Pflichten), werden von Menschen häufig als Zuneigung fehlinterpretiert. Vielmehr demonstrieren diese Hunde über einen großen Zeitraum ihren hohen sozialen Rang ohne Probleme für die anderen Familienmitglieder (weil unbemerkt). Viele Hunde genießen über Monate hinweg eine sehr hohe Rangposition innerhalb der Familie, wobei dies häufig frühzeitig zu Problemen in Form von Konkurrenzkämpfen kommt. "Seine" Menschen verhalten sich jedoch nicht immer ihrem Rang angemessen. Beispielsweise plötzliches Abverlangen bestimmter Manipulationen wie Bürsten. Der Hund wird ob seiner Position immer unsicherer und dieser Konflikt führt schließlich zunehmend zu Missverständnissen und nicht selten zu Konfrontationen. Die Position des Hundes ist ab und an bedroht und er fürchtet nicht nur den Rang sondern auch bestimmte Ressourcen und Privilegien mehr und mehr zu verlieren. Der Hund ist aus mehreren Gründen stark verunsichert.
Quelle: mdr



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