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AntiAging: Langlebigkeitsgene


Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) unter der Leitung des Biologen Leonard P. Guarente haben eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht, die zeigt, welche besonderen Vorkehrungen die Evolution für den Fall getroffen hat, dass der Mensch eine längere Hungerphase durchzustehen hat: Dabei werden so genannte Langlebigkeitsgene aktiviert, die ein ganzes Programm zum Schutz des darbenden Lebens in Gang setzen. So bilden diese Langlebigkeitsgene beispielsweise so genannte Sirtuine, das sind Korrekturmoleküle, welche die Erbsubstanz DNA permanent ausbessern und so Alterungsprozesse
AntiAging: Langlebigkeitsgene
verhindern.
Natürlich verlangt keiner der Forscher, dass wir uns künftig in hungergeplagte Asketen verwandeln, nur um ein paar Jahre länger zu leben. Ihre Botschaft an jene, die dafür empfänglich sind, lautet lediglich: Wer weniger isst und manchmal das Abendessen streicht, kann auf einfache und billige Weise sein Krankheitsrisiko senken und das Fortschreiten des Alterungsprozesses dämpfen. Dass dem so ist, wurde in zahlreichen Tierversuchen, auch an Primaten, bestätigt. Unter anderem zeigte sich, dass die Tiere nicht nur deutlich länger lebten, sondern auch weniger anfällig für Krebserkrankungen waren.
Die auf Kalorienreduktion gesetzte Zwergmaus „Yoda“ war vier Jahre und zwölf Tage alt, als sie im April des Vorjahres im Labor der University of Michigan School of Medicine in Ann Arbor starb. Sie war damit die bis dahin älteste, unter Laborbedingungen lebende Zwergmaus und erreichte ein etwa doppelt so hohes Alter wie normal ernährte Artgenossen. Der wissenschaftliche Leiter des Experiments, der Pathologe und Gerontologe Richard A. Miller, ist überzeugt, dass das gesammelte Wissen über die Wirkung von Kalorienrestriktion bereits ausreiche, um demnächst ein Medikament zu entwickeln, das die angestrebten Wirkungen beim Menschen auch ohne extreme Kalorienrestriktion hervorrufen könne. Miller glaubt, dass sich mithilfe eines solchen Medikaments die Lebenserwartung des Menschen auf etwa 122 Jahre steigern lassen wird.
Ob erfüllbar oder nicht – Millers Ansatz ist nur einer von vielen, welche die Biomedizin derzeit beforscht.
Quelle/Autor: businessportal24.com / Von Robert Buchacher



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