Wissenschaft und Technik
Warum brennt eine Lampe durch?
Glühbirnen brennen nicht durch, weil der Glühfaden extrem heiß wird - nämlich etwa 2500 Grad. In einen luftleeren Glaskörper kann er nicht verbrennen. Jedoch läßt sich ein Glaskolben leichter mit einem chemisch inaktiven Gas (daher Füllung mit Edelgasen) füllen als luftleer pumpen. Denn bereits sehr geringe Sauerstoffmengen sorgen dafür, daß die Glühwendel zumindest auf der Oberfläche verbrennt und sich so der Glaskolben von innen leicht schwärzt. Zudem kann ein gasgefüllter Glaskolben bei Beschädigung nicht implodieren wie ein luftleerer. Aber der Glühfaden besteht aus
|
|
Wolfram: Das Material läßt sich zwar extrem hoch erhitzen, verdampft dabei aber langsam, was zur typischen Schwärzung des Glaskolbens führt. Atom für Atom löst sich aus der Glühwendel. Nach rund 1000 Stunden ist sie an einigen Stellen so dünn, dass irgendwo ein Loch entsteht, worauf die Wendel reißt. Bei Halogenlampen verbraucht sich das Wolfram übrigens nicht so schnell. Der Trick: Dem Edelgas ist ein Halogen, meist in Form von Brommethan, beigemischt. Das Halogen Brom verbindet sich mit den freiwerdenden Wolframatomen. Dieses Wolframhalogenid bleibt dampfförmig, in Wendelnähe trennt sich das Wolfram wieder vom Brom und verbindet sich abermals mit dem Glühdraht. Dieser Kreislauf ist der Grund für die lange Lebensdauer der Halogenlampen. Hinzu kommt, dass die Glühwendel stärker erhitzt werden kann, was die Lichtausbeute deutlich erhöht.
Quelle: WochenSpiegel/elektronikinfo
Quelle: WochenSpiegel/elektronikinfo
zurück Start Wissenschaft und Technik