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Wie funktionieren Halogenlampen?


Halogenlampen sind grundsätzlich wie ganz normale Glühlampen aufgebaut. Jedoch erreichen die darin befindlichen Glühwendel eine um einige hundert Grad höhere Temperatur, wodurch sich die Helligkeit bei gleicher Leistung, beträchtlich erhöht. Da das Wolfram mit einer höheren Temperatur deutlich schneller abdampft, hätte eine solche Glühlampe normalerweise nur eine kurze Lebensdauer. Die Temperatur der Glühwendel würde sich an einigen dünnen Stellen (die Temperatur ist dort höher als an dicken Stellen) innerhalb weniger Stunden dem Schmelzpunkt nähern und durchbrennen. Das
Wie funktionieren Halogenlampen?
Abdampfen kann nicht verhindert werden, aber das abgedampfte Material kann man mit einem Trick wieder an der Wendel anlagern. Dies wird mit dem Zusatz von Halogenen (vor allem Brom und Jod) erreicht: Das abgedampfte Wolfram verbindet sich mit den Halogenen zu Wolframhalogenid, welches bei Temperaturen von einigen hundert Grad Celsius gasförmig wird. An der Glühwendel mit seiner Temperatur von etwa 2600 bis 2900 °C zerfällt es wieder in Wolfram, das sich an der Wendel ablagert. Jedoch kann dieser Kreislauf nur dann funktionieren, wenn sich das Wolframhalogenid nicht am kühlen Glas der Lampe niederschlagen kann. Dies verhindert man durch extrem kleine Glaskolben, dass Wolframhalogenid kann sich so durch die unmittelbare Nähe zur heißen Glühwendel schnell auf eine ausreichend hohe Temperatur aufheizen.
Bei 230-Volt-Halogenlampen zündet in diesem Moment oft ein Lichtbogen. Der im ersten Moment sehr kurze Lichtbogen ist sehr heiß, wodurch sehr schnell noch mehr Wolfram schmilzt. In seltenen Fällen kommt es vor, dass die Lampe explodiert und dann heiße Bruchstücke in der Gegend herumgeschleudert werden, jedoch wird der Verbraucher durch Rückhaltesysteme (Schutzglas) vor dieser Verletzungsgefahr geschützt.
Quelle: elektronikinfo



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