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AntiAging: Langlebigkeit


Seit tausenden von Jahren wird in nahezu allen Kulturen und Religionen zeitweiliges Fasten als ein Akt der Selbstreinigung von Körper und Geist praktiziert. Aber was dabei im Organismus wirklich vor sich geht, konnte erst die moderne biomedizinische Wissenschaft klären: In zwei mittlerweile oft zitierten Studien (der Primaten-Alternsstudie des amerikanischen National Institute on Aging und der Baltimore Longitudinal Study of Aging) konnte gezeigt werden, dass durch Kalorienreduktion die Körpertemperatur um bis zu ein Grad Celsius absinkt. Auch der Insulin-Level im Blut sinkt ab, während
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der Anteil des DHEA-Hormons im Blut steigt – Vorgänge im Organismus, die laut diesen Studien eine deutlich lebensverlängernde Wirkung haben. Getestet wurde mittlerweile auch, wie der menschliche Organismus auf das Weglassen der Abendmahlzeit reagiert: Auch dabei kommt es zu einer Absenkung der Körpertemperatur und zu einem deutlichen Anstieg des Schlafhormons Melatonin, wodurch viele Körperfunktionen ruhig gestellt und damit Alterungsvorgänge gebremst werden.
Lebenserwartung: Die Alternsforschung kennt ziemlich verlässliche Parameter, auf deren Basis sich die statistische Lebenserwartung des Einzelnen berechnen lässt – familiär-genetische ebenso wie Lifestyle-Faktoren. Zwei Schachteln Zigaretten pro Tag beispielsweise bringen ein statistisches Minus von acht Lebensjahren. Tägliche Bewegung ein Plus von vier Lebensjahren. Entspannte Menschen leben länger als nicht entspannte. Die Französin Jeanne Calment, die bisher älteste bekannte Frau der Welt, die am 4. August 1997 im Alter von 122 Jahren starb, trank jeden Tag ein bis zwei Glas Wein. Diese Menge senkt das Arteriosklerose-Risiko, ohne andere Organe zu schädigen.
Demografen registrieren eine beständig sinkende Sterblichkeit, besonders im höheren Lebensalter. Laut Angaben des deutschen Bundespräsidialamtes hat sich in Deutschland die Zahl der mehr als 105-Jährigen im Dezennium 1990 bis 2000 nahezu verdreifacht, bei Frauen sogar verfünffacht. Jetzt untersucht die Anti-Aging-Forschung die Faktoren, die zu extremer Langlebigkeit führen. Das gesammelte Wissen wird die Medizin verändern. Der amerikanische Krebs- und Anti-Aging-Forscher Bruce N. Ames glaubt, dass präventiv eingesetzte und angewandte Erkenntnisse der Anti-Aging-Medizin einen Teil der Medizin gänzlich ersetzen werden. Der Innsbrucker Alternsforscher Georg Wick rechnet mit „ganz tollen Durchbrüchen in zehn Jahren“.
Quelle/Autor: businessportal24.com / Von Robert Buchacher



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