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Kondom geplatzt?


Kondompannen beim Sex sind gar nicht so selten. Jeden zweiten Mann hat's schon erwischt, jeder dritte hat es seiner Partnerin verschwiegen - und einfach weitergemacht, als sei nichts gewesen.
Eine US-Studie hat die Gründe entlarvt: Der nahende Orgasmus soll nicht gefährdet werden (40 Prozent), die Verschwiegenen wollen die Verantwortung nicht tragen (33 Prozent) oder die Partnerin nicht ängstigen (27 Prozent).
Dass das Verhüterli platzt oder abrollt, passiert laut Statistik bei knapp vier von 1000 Einsätzen. Soforthilfe im Notfall: Den geordneten Rückzug antreten und mit der
Partnerin zusammen erst mal die "Pille danach" besorgen (falls Sie sich auf das Kondom als Empfängnisschutz verlassen haben). Sie muss vom Arzt verschrieben und spätestens 72 Stunden nach der Panne eingenommen werden. Doch drohende Unterhaltszahlungen sind nicht das einzige Risiko: Die Gefahr, dass durch einen Gummi-Unfall das HI-Virus übertragen wird, ist zwar gering - selbst wenn einer der Partner positiv ist. Bei begründetem Infektionsverdacht sollte das betroffene Paar trotzdem unverzüglich die Notaufnahme der nächsten großen Klinik aufsuchen. Dort kann vorbeugend über vier Wochen antiviral behandelt werden. In ersten Studien bei medizinischem Personal, die nach Nadelstichverletzungen behandelt wurden, konnte das Ansteckungsrisiko dadurch um 79 Prozent gesenkt werden. Allerdings kann diese Behandlung schwere Nebenwirkungen haben. Auch wenn Sie nach der Kondompanne ein Jucken und Zwicken in der Hose spüren oder andere ungewöhnliche Symptome beobachten, sollten Sie zu Ihrem Hausarzt gehen. Denn nicht nur Aids, auch andere Krankheiten können bei ungeschütztem Sex übertragen werden - und die sind viel verbreiteter. Der Besuch beim Doktor bewahrt Sie zum Beispiel vor Genitalwarzen (kleine, schmerzlose, rosa Warzen auf der Vorhaut am Harnröhrenausgang, am Penisschaft oder am After), Genitalherpes (Symptome: Fieber, schmerzhafte Bläschen an Vorhaut und Eichel), Chlamydien oder Tripper.
Quelle: MensHealth



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