Verzweiflung
Kurz vor dem Heiligen Abend hat sie
morgens einen Mann getroffen, der ihr anbot, sie zur Schule zu fahren.
Da sie den Bus versäumt hatte, fürchtete sie die Prügel zu Hause, die
sie nun wieder zu erwarten hätte so sehr, daß die schüchterne
Dreizehnjährige ganz erleichtert war, so einen netten Mann getroffen zu
haben, in das muffige Auto stieg und ihre Tränen mit dem Handrücken
trocknete. Der Aschenbecher quoll über, überall lag irgendwelcher Müll
herum, aber Alice war froh in die Schule zu kommen.
"Wir fahren eine Abkürzung", sagte der Mann nach einer Weile und bog in
einen Waldweg ein.
Mit einem schnellen Handgriff legte er den Sitz um und schob seinen
fetten Körper über den ihren. Grob drückte er ihr ihre Beine
auseinander, öffnete sich schnell den Hosenschlitz und rammte ihr sein
Glied in den zitternden Unterleib.
Mit seiner Linken drückte er ihr auf den
Mund, so daß sie nicht schreien konnte. Er schwitzte heftig als er sie
aus dem Auto warf. Barfuß im Schnee stehend, sah sie wie das Sperma aus
ihr an ihren Schenkeln hinablief und sich mit ihrem Blut vermischte, -
die Körperflüssigkeiten an ihr dampften in der Kälte des Winters. Zum
Abschied zeigte er ihr noch einen Revolver und hielt ihn an ihre
Schläfe "Wenn Du ´s Maul aufmachst...." Sie schüttelte leise den Kopf,
schluckte und versuchte die Tränen zu unterdrücken. Er warf noch ihre
Sachen aus dem Autofenster und fuhr schnell davon. Sie war völlig
verwirrt und ängstlich. Dann wischte sie sich angewidert mit einer
Handvoll Schnee die Rinnsale an ihren Beinen weg und zog sich wieder
an. Was sollte sie nur zu Hause erzählen, warum sie nicht in der Schule
war? Die würden sie doch totschlagen. Es fing an zu schneien und
langsam bedeckte der Schnee die Spuren der Autoreifen .... Sie hat sich
diese Nacht nicht nach Hause getraut, lief lange ziellos herum und hat
schließlich erschöpft in einem Heuschober in der Nähe des großen Waldes
übernachtet. Am Tag darauf war sie nach einer Zeit des Herumirrens
schon in der Nähe eines Dorfes angekommen, da griff die Polizei das
völlig durchgefrorene Kind auf und brachte es nach einer kurzen
Befragung zu seinen Eltern. Im Hauseingang stand die wütende Mutter und
stützte ihre Hände in die Hüften. Mit zusammengekniffenen Augen
musterte sie ihre Tochter böse und vernichtend blickend, denn sie
vermutete frühe amouröse Abenteuer hinter dem nächtlichen Ausbleiben, -
aber das würde sie dem Flittchen schon austreiben!
"Zeig mir doch Dein dreckiges Untergestell, Du Hure!" Mit einer
schallenden Ohrfeige wird das Mädchen ins Haus befördert. Der Vater
kommt dazu, er verpaßt ihm einen Magenschwinger, das Mädchen klappt
nach vorne zusammen, die Mutter reißt es an den Haaren wieder nach
hinten, der Vater drischt ihm ins Gesicht. "Du Hure, Du Hure!" kreischt
die Mutter hysterisch und reißt Alice büschelweise die langen Haare
aus. Das Mädchen macht sich vor Angst in die Hose, es krümmt sich unter
den auf es einprasselnden Schlägen. Er tritt ihm in den Bauch. Die
Mutter schreit:" Ja zeig es ihr, dieser Hure! Ich habe diesen Balg nie
haben wollen!" Ihre Stimme überschlägt sich hysterisch. Er brüllt:
"Steh' auf Du Sau!"
Doch das Kind hat kein Gleichgewichtsempfinden mehr und fällt bei dem
Versuch gehorsam aufzustehen in sich zusammen und bleibt blutend am
Boden liegen. Er kickt dem Mädchen nochmals in den Bauch, dann lassen
sie endlich von ihr ab.
Als Alice wieder zu sich kommt, übergibt sie sich über der
Toilettenschüssel.
Das ist nun viele Wochen her, noch immer
wird zu Hause kein Wort mit ihr gesprochen, sie führt eine Art
Aussätzigendasein, nach dem Motto: "Du bist hier nicht erwünscht, nur
geduldet....."
Dann die schreckliche Geschichte mit der Schwangerschaft...ihre Periode
ist ausgeblieben...seit Wochen schon.... Wem könnte sie schon davon
erzählen? Sie würden sie totschlagen. Zum Arzt kann sie nicht, denn die
Eltern würden die Rechnung erhalten...dann würde alles
auffliegen...alles bloß das nicht! Freunde hat sie keine, das war nie
erlaubt....und zu den Lehrern hat sie kein Vertrauen, weil ja niemand
einem Kind glaubt. Sie wirkt zunehmend apathischer, aber wer denkt
schon über ein so unauffälliges und schüchternes Mädchen wie Alice
nach?
Sie entschließt sich, das Kind heimlich auszutragen, sich so mit
Kleidung einzuengen, daß keiner etwas bemerken würde und dann, wenn es
so weit ist, das Baby wegzuschmeißen...dann wäre sie wieder ein
anständiges Mädchen. Sie ißt kaum noch etwas, um nicht zuzunehmen, boxt
sich immer wieder selbst in den Bauch, badet heiß, schleppt schwere
Gegenstände und springt von Tischen, in der Hoffnung das Kind
vielleicht so loszuwerden.
Eines Tages bekommt sie im Schulbus heftige Schmerzen. Zwei Mädchen
üben gerade den "Erlkönig". Bei den Zeilen "....ich liebe Dich, mich
reizt Deine zarte Gestalt und bist Du nicht willig, so brauch ich
Gewalt...." wird Alice plötzlich sehr schlecht. Sie denkt, es ist wohl
so weit, daß das Baby kommen wird, sie bittet den Busfahrer anzuhalten.
Sie steigt kreidebleich aus und macht sich mit einem Laken, das sie
extra zum Zweck der Niederkunft jetzt immer in der Schultasche mit sich
führt, auf den Weg zu einem Heuschober. Dort breitet sie das Laken aus
und wartet auf die Geburt, die jetzt schon, nach wenigen
Schwangerschaftsmonaten beginnt. Sie blutet sehr stark. Ich werde es
gleich nach der Geburt wegwerfen, aussetzen.....sind ihre letzten
Gedanken, bevor sie das Bewußtsein verliert. Das Laken färbt sich rot,
die junge Mutter und ihr Kind sind tot.
An der Bushaltestelle in ihrem Dorf hält ein Auto....und der freundliche dicke Mann fragt ein Mädchen, ob es den Bus versäumt habe, er würde es gerne in die Schule fahren, sie läge sowieso auf seinem Weg. Das Mädchen schüttelt den Kopf: " Nein danke, meine Mama hat gesagt, wenn ich mal den Bus versäume, dann soll ich wieder nach Hause kommen. Sie fährt mich dann in die Schule. Außerdem darf ich nicht zu Fremden ins Auto steigen." "Na, dann eben nicht," sagt der Dicke und fährt weiter in die Stadt. Auf dem Weg dorthin sind noch viele Bushaltestellen, in jedem Dorf eine.....
Lektüre für die
Frau von Welt |
Lektüre für die
Frau von Welt