Kinder
Ein Baby trotz HIV-Infektion
Maike war geschockt. Bei der Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung hatte sie auch einen Aids-Test machen lassen. Das Ergebnis: HIV-positiv. "Ich hatte mich bei meinem Ex-Mann angesteckt. Doch das wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Für mich brach eine Welt zusammen. "Zur Angst um das eigene Leben, kam die große Sorge: "Was, wenn mein Kind auch positiv zur Welt kommt?" Tagelang konnte Maike keinen klaren Gedanken fassen. Ihr neuer Freund, Peter, geriet in Panik und distanzierte sich zunächst. Doch zum Glück stellte sich heraus, dass sich Peter nicht angesteckt hatte. Das Paar hatte
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immer mit Kondomen verhütet, nur einmal war ihnen das Kondom kaputt gegangen - und Maike war schwanger geworden. Maike liess sich von ihrem Frauenarzt und auch von einer Aids-Beratungsstelle informieren. "Mein erster Gedanke war, das Kind abzutreiben", erzählt die 28jährige.
"Ich hatte Angst, dass mein Kind infiziert zur Welt kommt, oder dass ich bald sterben könnte. Wer würde sich dann um mein Kind kümmern?" Doch tief in ihrem Herzen wollte Maike das Kind behalten. "Ich weiß, zu diesem Zeitpunkt war das eine ganz irrationale Entscheidung. Aber im Grunde war es das Gefühl, das wohl die meisten werdenden Mütter haben: Es wird schon irgendwie gehen." Arzt und Berater gaben ihr Recht: Noch vor wenigen Jahren lag das Ansteckungsrisiko für das Kind mit 30% erschreckend hoch. Inzwischen ist es jedoch gelungen, die Rate auf unter 2% zu senken. Da Maike noch keinerlei Krankheitssymptome zeigte und die Anzahl der T-Helferzellen und CD4-Zellen in ihrem Blut kaum verringert war, gingen die Fachleute von einer niedrigen Infektionswahrscheinlichkeit aus. Nach den ersten drei Schwangerschaftsmonaten musste Maike jedoch Medikamente einnehmen. Die antiretrovitale Therapie erforderte zudem regelmäßige Laborkontrollen.
"Ich hatte Angst, dass mein Kind infiziert zur Welt kommt, oder dass ich bald sterben könnte. Wer würde sich dann um mein Kind kümmern?" Doch tief in ihrem Herzen wollte Maike das Kind behalten. "Ich weiß, zu diesem Zeitpunkt war das eine ganz irrationale Entscheidung. Aber im Grunde war es das Gefühl, das wohl die meisten werdenden Mütter haben: Es wird schon irgendwie gehen." Arzt und Berater gaben ihr Recht: Noch vor wenigen Jahren lag das Ansteckungsrisiko für das Kind mit 30% erschreckend hoch. Inzwischen ist es jedoch gelungen, die Rate auf unter 2% zu senken. Da Maike noch keinerlei Krankheitssymptome zeigte und die Anzahl der T-Helferzellen und CD4-Zellen in ihrem Blut kaum verringert war, gingen die Fachleute von einer niedrigen Infektionswahrscheinlichkeit aus. Nach den ersten drei Schwangerschaftsmonaten musste Maike jedoch Medikamente einnehmen. Die antiretrovitale Therapie erforderte zudem regelmäßige Laborkontrollen.
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