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Warum kommen frühe Aborte so häufig vor?


Insgesamt wird von einer Fehlgeburt gesprochen, wenn eine Schwangerschaft zu einer Zeit beendet ist, in der das Kind noch kein lebensfähiges Alter erreicht hat. Als früher Abort wird eine Fehlgeburt bezeichnet, die vor der 12. Schwangerschaftswoche stattfindet. Die Wahrscheinlichkeit eines frühen Aborts ist relativ hoch.
Für Aborte, die manchmal gar nicht bemerkt werden, da sie in den ersten Tagen, noch vor dem Einsetzen der Periode stattfinden, sind häufig genetische Ursachen auszumachen.
Die "Natur" versucht, bei genetischen Schäden des Embryos, einzugreifen, besonders dann,
Warum kommen frühe Aborte so häufig vor?
wenn das Embryo nicht lebensfähig ist. Dies kann zum Beispiel bei älteren Paaren der Fall sein, denn Veränderungen im Chromosomensatz, wie Trisomie 16 oder Trisomie 21 (Down-Syndrom), treten mit zunehmendem Alter der Mutter wahrscheinlicher auf. Doch auch ohne besonderen Grund sind Veränderungen im Chromosomensatz nicht selten. Ist diese erste kritische Phase überwunden und das befruchtete Ei wurde nicht abgestoßen, ist ein Abort jedoch noch denkbar.
Denn Fehlgeburten innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen treten deshalb besonders häufig auf, weil in dieser Zeit das Alles-Oder-Nichts-Prinzip regiert.
In dieser Zeit finden im Uterus sehr komplizierte Vorgänge statt, die besonders störanfällig sind und deshalb die Gefahr eines Aborts erhöhen.
Eine rasch auf eine Fehlgeburt folgende Schwangerschaft ist körperlich kein Problem. Der Körper braucht theoretisch keine Ruhepause. Anders sieht es freilich mit der Seele der Mütter und Väter aus. Eine neue Schwangerschaft ist nur sinnvoll wenn der Verlust des Kindes bereits verarbeitet ist. Und dies braucht manchmal eine sehr lange Zeit. Häufig leidet mit einer Fehlgeburt auch das Selbstbewußtsein der Frau, die in manchen Fällen auch von Schuldgefühlen geplagt wird, von einer dumpfen Angst, etwas falsch gemacht, die Fehlgeburt verschuldet zu haben. Deshalb ist es wichtig, dass die Mutter wieder Zutrauen in sich selbst und ihre Fähigkeit zu Gebären faßt, ansonsten könnte die neue Schwangerschaft zu angstbesetzt ausfallen, was das Risiko einer neuen Fehlgeburt tatsächlich erhöhen könnte.



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