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Duft - Lexikon

Die wichtigsten Fakten rund ums Parfüm:

Parfüm

von A wie Auftrag bis Z wie Zeitpunkt.

A
Auftrag
Wichtig: Parfüm nach dem Aufsprühen (z.B. an den Handgelenken) nicht verreiben, das zerstört die Duftmoleküle.

B
Basisnote
Die Basisnote bestimmt den Charakter eines Parfüms, sie ist haltbar und haftet über viele Stunden auf der Haut. Diese Duftkomponente fällt bei jedem Menschen anders aus, da es sich bei der Basisnote um ein Zusammenspiel aus Hautbeschaffenheit und Parfüm handelt.

C
Citrusnoten
Dem Duft von Zitrusfrüchten wird eine aufheiternde, erfrischende, zum Teil sogar inspirierende Wirkung zugeschrieben. Deshalb werden Citrusnoten häufig in Parfüms verwendet. Zur Familie der Citrusdüfte gehören unter anderem Bergamotte, Zitrone, Limette, Mandarine, Orange und Bitterorange.

D
Duftträger
Gute Duftträger sind Schläfen, Brustansatz, Hals- und Armbeugen sowie Kniekehlen. Vergessen Sie den berühmten "Tupfer hinterm Ohr": Dort gibt’s viel Hautfett, die Duftstoffe können sich verändern. Durchschnittlich hält ein Duft fünf bis acht Stunden, in frisch gewaschenem Haar bis zu 24 Stunden.

E
Eau de Toilette

Für Eau de Toilette kommen – im Unterschied zu Eau de Parfum – zwei bis fünf Teile Duftölmischung auf 100 Teile Alkohol. Bei Eau de Parfum kann der Duftteil dagegen bis zu 15 Prozent ausmachen, bei reinem Parfüm sogar bis zu 30 Prozent.

F
Fabrikation

Das (stark vereinfachte) Grundprinzip der Parfümherstellung lautet: Man nehme verschiedene Duftstoffe und löse diese in Alkohol und destilliertem Wasser auf.

G
Gedächtnis
Ein Experiment des Londoner Neuropsychologen Neil Martin ergab, dass Düfte die

Gedächtnisleistung positiv beeinflussen können. Insbesondere süßliche Aromen wie Kakao und Vanille zeigten deutliche Effekte.

H
Herznote

Die Herznote entwickelt sich etwa zehn Minuten nach dem Auftragen des Parfüms. Oft unterscheidet sich diese stark vom ersten Eindruck eines Dufts – der Kopfnote. Die Herznote ist allerdings flüchtig und wird nach einiger Zeit vom bleibenden Duft, der so genannten Basisnote, abgelöst.

I
Intensität
Wie intensiv sich ein Parfüm entfaltet, hängt vom Säuremantel der Haut ab. Fettige Haut speichert Duftessenzen besser. Darum bei besonders trockener Haut eine reichhaltige Bodylotion auftragen. Übrigens: Wer Fettes oder Scharfes isst, beeinflusst seinen Säureschutzmantel für Parfüms günstig.

J
Jugendliche
Früh übt sich, wer ein Duftexperte werden will: Eine bundesweite Studie ergab, dass 79 Prozent aller Mädchen zwischen 13 und 19 regelmäßig Parfüm verwenden. Dagegen besitzen nur 51 Prozent der Jungs in diesem Alter ein eigenes Duftwässerchen.

K
Kopfnote
Bei der Kopfnote handelt es sich um den anfänglichen Duft beim Öffnen der Flasche. Dieser erste Eindruck täuscht jedoch oft, da sich der eigentliche Duft – die Basisnote – erst nach einiger Zeit entwickelt.

L
Labor
50 bis 80 Prozent eines Dufts sind heute synthetisch hergestellt. Den Unterschied zwischen natürlichen und künstlichen Ölen riecht man nicht. "Head Space Analyse" heißt hier das Zauberwort: Dabei handelt es sich um ein High-Tech-Gerät mit der Fähigkeit, den Duft aller Pflanzen, Hölzer und tierischen Aromen zu analysieren, woraufhin sie im Labor exakt nachgebaut werden können.

M
Mischungen
Seien Sie kreativ – und kreieren Sie eine eigene Duftmischung, indem Sie zwei Düfte übereinander sprühen. Wichtig: Die Parfüms müssen zur gleichen Duftfamilie gehören, also beide zum Beispiel frisch-fruchtig sein. Herbe Parfüms und orientalische Aromen sollten dagegen nicht gemixt werden.

N
Nase
Riechen kann man erlernen – und zwar an der weltweit einzigen Parfümeur-Schule, dem "Institut Supérieur du Parfum" in Paris. Die Ausbildung dauert etwa drei Jahre. Dabei nimmt die Schulung des Geruchssinnes und des Geruchsgedächtnisses einen breiten Raum ein. So lernen die angehenden Parfümeure beispielsweise, Duftstoffe zu erkennen und zu unterscheiden.

O
Oscar
Der Oscar der Parfümindustrie heißt FiFi-Award und wird einmal jährlich in Europa und den USA von der Fragrance Foundation, einer unabhängigen Organisation, verliehen. Nominieren lassen können sich die Duftkandidaten entweder unter "Haute Couture" (exklusive Düfte, die man nur in ausgewählten Parfümerien findet) oder "Prêt-à-porter" (Düfte, die es in vielen Parfümerien und Kaufhäusern gibt). Die Gewinner 2003: "Dior Addict" von Dior im Haute-Couture-Bereich und "Arden Beauty" von Elizabeth Arden bei den Prêt-à-porter-Düften.

P
Pflege

Luft, Hitze und Licht sind die schlimmsten Feinde eines Dufts. Ist die Flasche einmal offen, wird er empfindlicher – wie Wein, nur langsamer. Also: Lagern Sie Parfüm an einem kühlen, dunklen Ort, notfalls in Ihrer Nachttischschublade.

Q
Qualität
Entscheidend für die Qualität eines Parfüms ist in erster Linie die Qualität der Inhaltsstoffe, also die der Blütenöle sowie der tierischen Duftstoffe. Dabei sind natürliche Essenzen jedoch nicht "besser" oder "wertvoller" als synthetische Duftstoffe, die im Labor kreiert wurden. Von einem guten Parfüm darf man außerdem Haltbarkeit im Duftverlauf von der Kopf- bis zur Basisnote erwarten. So besteht die Kunst der Parfüm-Komposition unter anderem darin, Duftverzögerer – so genannte Fixateure – so einzubauen, dass nach einiger Zeit sowohl die langhaftenden als auch die leichtflüchtigen Duftbestandteile riechbar sind.

R
Raumspray
Wer auch in den eigenen vier Wänden seinen Lieblingsduft schnuppern möchte, kann etwas Parfüm auf eine Glühbirne sprühen. Ist das Licht eingeschaltet, erwärmt sich die Birne und gibt rasch den Duft ab.

S
Schichten
Die meisten Frauen tragen zu viel und zu häufig Parfüm auf, um so den Duft haltbarer zu machen. Besser: Bilden Sie Duftschichten, indem Sie die passenden Körperprodukte verwenden.

T
Testen
Sie suchen einen neuen Duft? Geben Sie einige Tropfen des Parfüms auf die Innenseite des Handgelenks. Nach etwa fünf Minuten ist der Alkohol verflogen, die Kopfnote ist dann gut zu beurteilen. Um die Basisnote zu erschnuppern, müssen Sie jedoch eine Weile warten. Wichtig: Höchstens drei Düfte nacheinander testen, denn die Nase gibt bei Verwirrung keine sicheren Signale mehr ab.

U
Ursprung
Bekannt ist, dass Parfüm bereits vor 4000 bis 5000 Jahren benutzt wurde. Dabei stammt unsere heutige Bezeichnung Parfüm vom lateinischen "per fumum" und bedeutet in etwa "durch den Rauch". So versuchten die Sumerer, die Bewohner des Landes zwischen Euphrat und Tigris, mit den Göttern "durch den Rauch" zu sprechen. Zu diesem Zwecke wurden Parfüms, deren Zubereitung den Priestern vorbehalten war, angezündet, wodurch die Götter auf die Erde gelockt werden sollten. Zeitgleich entwickelten auch die Ägypter die Lust am Parfüm. Hier war der Wohlgeruch jedoch nicht nur den Göttern vorbehalten: Fortan duftete in Ägypten jeder, der es sich leisten konnten.

V
Verdünnen

Ihr Parfüm duftet Ihnen zu stark? Dann können Sie es problemlos mit Alkohol verdünnen. Dabei sollte jedoch kein konzentrierter Alkohol verwendet werden, sondern eine etwa 90-prozentige Alkoholmischung mit destilliertem Wasser.

W
Waschen
Haben Sie zu viel Parfüm aufgetragen, verdünnen Sie den Duft, indem Sie mit einem warmen, feuchten Waschlappen darüber reiben.

X
XXL
Hände weg von XXL-Parfümflakons, insbesondere, wenn Sie nicht einem Duft treu sind: Denn nach dem Öffnen halten Düfte etwa zwei Jahre – aber nur, wenn sie dunkel, trocken und vor allem sehr kühl gelagert werden. Im beheizten Bad oder in der Handtasche "kippt" ein Parfüm erheblich schneller. Deshalb lieber zu kleineren Flakons greifen und diese rasch aufbrauchen. Tipp: Sprays sind langlebiger als Splash-Flakons, die immer wieder mit der Haut in Berührung kommen.

Y
Yin and Yang
Düften, die Yin-Yang-Öle enthalten, wird nachgesagt, dass sie die innere Harmonie des Parfümträgers wiederherstellen und ausgleichend wirken.

Z
Zeitpunkt
Parfümieren Sie sich direkt nach dem Duschen ein, dann ist die Haut noch warm, und die Duftstoffe können sich besonders intensiv entfalten. Im Haar – übrigens ein extrem guter Duftträger – hält sich Parfüm dementsprechend unmittelbar nach dem Föhnen am besten.

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