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Kirschkernkissen – wirklich nur ein altes Hausmittel?


Es ist fast in jedem Haushalt
zu finden und wird ganz selbstverständlich im Alltag benutzt: ein Kirschkernkissen. Das ist ein mit losen Kirschkernen gefülltes Kissen aus Baumwolle oder Leinen, welches bei Bedarf in der Mikrowelle oder im Backofen aufgeheizt wird, um später seine gespeicherte Wärme an schmerzenden und wärmebedürftigen Körperstellen wohltuend zu entfalten.

Kirschkerne werden heute oft in der Ergotherapie verwendet; dazu werden diese aufgeheizt, in große Therapiewannen gefüllt und Patienten mit rheumatischen- oder ähnlichen Beschwerden nehmen ein
Kirschkernkissen – wirklich nur ein altes Hausmittel?
entspannendes Bad in den wärmeabgebenden Kirschkernen. Aber auch behinderte oder entwicklungsverzögerte Kinder werden mit einem Kirschkernbad behandelt, in welchen bunte Gegenstände versteckt werden, die die Kinder suchen und ertasten müssen. Ihre Wahrnehmungsfähigkeit wird somit geschult und entwickelt.

Aus Kirschkernen wird in der Lebensmittelindustrie Mandelaroma gewonnen, sie können in Kirschkern-Heizungen als umweltfreundlicher Heizstoff verbrannt werden und sind ein nachwachsender, CO-neutraler Rohstoff. Während archäologischer Ausgrabungen in einer mittelalterlichen Abfallgrube wurden Reste eines Kirschkernkissens gefunden, also kannte man die Vielseitigkeit des Kissens schon im Mittelalter.



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