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Finanzen und Anlagen

Korrelationskoeffizient, BVI-Methode und Sharpe Ratio


Korrelationskoeffizient: Der Korrelationskoeffizient zeigt sowohl die Stärke des Zusammenhangs der Renditeänderungen des Portfolios und der Benchmark als auch die Richtung der Renditeänderungen an. Der Korrelationskoeffizient nimmt immer Werte zwischen -1 und +1 an. Dabei gibt die Zahl die Stärke des Zusammenhangs und das Vorzeichen die Richtung an. Ein positives Vorzeichen bedeutet, dass die Rendite des Portfolios immer dann gestiegen ist, wenn auch die Rendite der Benchmark gestiegen ist. Ein negatives Vorzeichen hingegen sagt aus, dass die Renditeänderungen sich gegenläufig verhalten
haben. Stieg die Rendite der Benchmark, sank die Rendite des Portfolios und umgekehrt.
BVI-Methode: Die BVI-Methode wurde vom Bundesverband deutscher Investmentgesellschaften entwickelt und hat sich in Deutschland als Standardkennzahl zur eindimensionalen Performancemessung durchgesetzt. Bei dieser Methode werden all jene Kosten, die auf Fondsebene entstehen (z.B. Management- und Depotbankgebühren) bei der Berechnung berücksichtigt, und jene Kosten, die auf der Anlegerseite entstehen (Depotgebühren, Ausgabeaufschläge, etc..), bleiben unberücksichtigt, da diese von Anleger zu Anleger unterschiedlich groß sein können. So ist in den meisten Fällen der Ausgabeaufschlag und die Depotgebühr von der Höhe des eingelegten Kapitals abhängig. Würde man diese Kostenfaktoren einbeziehen, wären die erzielten Ergebnisse lediglich auf den einzelnen Anleger bezogen gültig und daher auch nicht miteinander vergleichbar. Hingegen sind Kosten, die auf der Fondsebene entstehen, für alle Anleger gleich hoch. Ein weiterer Vorteil dieser Methode liegt darin, dass auch für den Anleger nicht sofort ersichtliche Kosten (z.B. Transaktionskosten, Managergehälter, etc..) in das Ergebnis eingehen, und dieses auch dementsprechend schmälern.
Sharpe Ratio: Die Sharpe Ratio ist eine der bekanntesten und am meisten verwendeten Kennzahlen im Rahmen der Performancemessung. Mit dieser Kennzahl wird die Risikoprämie je Einheit des übernommenen Gesamtrisikos gemessen, wobei sich die Risikoprämie aus der Differenz der Portfoliorendite zu einem risikolosen Marktzinssatz ergibt. Als risikoloser Zinssatz wird zumeist ein Geldmarktsatz mit adäquater Laufzeit gewählt. Als Risikofaktor verwendet Sharpe in seinem Modell die historische Volatilität des Portfolios. Die Sharpe Ratio ist um so besser, je höher ihr Ergebnis ist.
Quelle: Finanzen.net



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