Finanzen und Anlagen
Bundesbürger legen mehr Geld auf die hohe Kante
Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr wieder mehr Geld auf die hohe Kante gelegt. Das Netto-Geldvermögen erhöhte sich um 125,5 Milliarden Euro auf 3922 Milliarden, im Durchschnitt legte jeder Bundesbürger 1834 Euro an Ersparnissen zurück. Die Sparquote - das Verhältnis der Sparsumme zum verfügbaren Einkommen - stieg von 10,5 Prozent auf 10,7 Prozent. Trotz aller Klagen ist die große Mehrheit der Bundesbürger mit der eigenen Finanzlage zufrieden. Als Grund für die höhere Sparquote wird vor allem die Sorge um die Altersversorgung gesehen. Den Bundesbürgern sei inzwischen
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bewusst, dass sie zusätzlich zur gesetzlichen Rentenversicherung selbst fürs Alter vorsorgen müssen. Für die viel beklagte Konsumschwäche ist aber keineswegs ein übertriebener Sparwille verantwortlich, sondern hohe Arbeitslosigkeit und niedrige Einkommenszuwächse. In diesem Jahr wird ein weiterer Anstieg der Quote auf knapp elf Prozent erwartet. Damit liegt Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern weit vorn. Trotzdem kann von einem "Angstsparen" keine Rede sein. Anfang der 90er Jahre betrug die Sparquote in Deutschland sogar 13 Prozent. Das Vermögensbarometer wurde anlässlich des Weltspartags veröffentlicht. Wichtigstes Instrument für die zusätzliche Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Lebensversicherung, gefolgt von Bausparvertrag und Sparbuch. Nach einer Repräsentativ-Umfrage legen knapp 40 Prozent der Bundesbürger inzwischen monatlich mehr als 50 Euro für die Altersvorsorge zurück. Jeder zehnte gab an, dafür kein Geld zur Verfügung zu haben. Trotz aller Klagen bezeichneten 84 Prozent der Befragten ihre eigene Finanzlage als sehr gut, gut oder zufrieden stellend. Allerdings gingen fast ein Drittel (31 Prozent) davon aus, dass sich die Situation für sie verschlechtern wird. Befragt wurden vom Emnid-Institut mehr als 2100 Bundesbürger.
Quelle: GMX
Quelle: GMX
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