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Die optimale Fahrweise


Rasen, Drängeln und gefährliche Überholmanöver sind typisch männlich. Folglich gehen knapp 85 Prozent aller schweren Zusammenstöße auf ihr Konto. Frauen werden dagegen eher bei Vorfahrtfehlern oder zu zögerlichem Einparken ertappt. Leichte Blechschäden beim Einparken oder wegen falsch eingeschätzter Abstände sind typisch weiblich. Wieviel Männer und Frauen genau fahren, ist unbekannt. Aus den Kilometerangaben bei den Versicherungen läßt sich jedoch die Größenordnung des Geschlechtsunterschied ablesen. Jeder dritte Mann gibt an, mehr als 15 000 Kilometer pro Jahr zu fahren -
Die optimale Fahrweise
soviel meldet nur jede fünfte Frau. Wenn Versicherungen einen Rabatt für Frauen gewähren, handelt es sich also eher um einen Preisnachlaß fürs Wenigerfahren.
Legt man die Schätzungen über die Fahrkilometer zugrunde statt die absoluten Zahlen der Verkehrsstatistik, beträgt der männliche Anteil an Verkehrsdelikten bei gleicher Anzahl gefahrener Kilometer trotzdem immer noch 62,5 Prozent (Frauen 37,5 Prozent). Mit einem besonderen Faible für schwere Unfälle. Daraus ergibt sich die unausweichliche Schlußfolgerung. Männer sind hinterm Steuer im Schnitt zwei Drittel gefährlicher als Frauen. So manche Frau treibt zwar wegen zögerlicher Fahrweise Männer zur Verzweiflung – das hat aber weniger bedenkliche Konsequenzen als ein rasantes männliches Überholmanöver.
Verkehrspsychologen beschreiben die optimale Fahrweise als eine Kombination männlicher und weiblicher Tugenden. Einerseits entschlossen durchstarten, wenn hohe Verkehrsdichte ein schnelles Räumen von Kreuzungen und Einfahrten erfordert. Andererseits gelassen und vorsichtig bleiben, auch beim Stop and go.



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