Fahrzeuge
Angst vor fahrerloser U-Bahn?
Computer am Steuer: Wie die fahrerlose U-Bahn vielen Menschen Angst macht. Ein Zug ohne Fahrer ist den meisten Menschen instinktiv nicht geheuer. Das zeigt die Resonanz auf die für 2006 geplante führerlose U-Bahn in Nürnberg einmal mehr.
Dabei sind die Sicherheitsauflagen für fahrerlose Verkehrsmittel besonders streng. Doch das trifft nicht den Kern des Akzeptanzproblems: Es ist nicht so sehr die Zuverlässigkeit der Technik, die die Menschen in Frage stellen. Vielmehr schreckt viele die Vorstellung, bei einem Unfall und im Alltag in einer anonymen Welt hilflos sich selbst überlassen
Dabei sind die Sicherheitsauflagen für fahrerlose Verkehrsmittel besonders streng. Doch das trifft nicht den Kern des Akzeptanzproblems: Es ist nicht so sehr die Zuverlässigkeit der Technik, die die Menschen in Frage stellen. Vielmehr schreckt viele die Vorstellung, bei einem Unfall und im Alltag in einer anonymen Welt hilflos sich selbst überlassen
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zu sein. Die Lokomotive gehorcht nicht mehr.
Der Zug rast immer schneller und schneller in den dunklen Abgrund. Der Führerraum ist leer, der Zugführer längst abgesprungen. Die Notbremse, die letzte Hoffnung, auch sie versagt. Der voll besetzte Zug saust unausweichlich ins Verderben. Der Leser schaudert und dankt insgeheim Friedrich Dürrenmatt dafür, dass dies nur der
geniale Höhepunkt seiner Kurzgeschichte "Der Tunnel" ist. Die Geschichte rührt zugleich auch an die Angst des Menschen vor fahrerlosen Transport- und Verkehrsmitteln. Eine der größten Sorgen ist, die Technik könnte dem menschlichen Willen nicht mehr gehorchen und den Menschen tyrannisieren. "Bei fahrerlosen Autos ist die Akzeptanzbarriere so hoch, dass das zur Zeit nicht einmal mehr diskutiert wird", berichtet der Verkehrspsychologe Bernhard Schlag von der Technischen Universität Dresden. Dagegen verkehren fahrerlose Züge hierzulande bereits, wenngleich sie lediglich wenige Kilometer Gesamtstrecke zurücklegen. Seit den achtziger Jahren transportiert zum Beispiel die H-Bahn (Hängebahn) in Dortmund die Studenten vom Uni-Gelände zu fünf verschiedenen Haltestellen. Auf Knopfdruck kommt das Schienenfahrzeug ähnlich wie ein Aufzug angefahren und sei es, um nur einen einzigen Fahrgast zu befördern. Jedes Jahr nutzen rund 1,3 Millionen Menschen das führerlose Vehikel. Auch zwischen den jeweiligen Terminals der Flughäfen Düsseldorf und Frankfurt pendeln mittlerweile vollautomatische Kurzzüge.
Der Zug rast immer schneller und schneller in den dunklen Abgrund. Der Führerraum ist leer, der Zugführer längst abgesprungen. Die Notbremse, die letzte Hoffnung, auch sie versagt. Der voll besetzte Zug saust unausweichlich ins Verderben. Der Leser schaudert und dankt insgeheim Friedrich Dürrenmatt dafür, dass dies nur der
geniale Höhepunkt seiner Kurzgeschichte "Der Tunnel" ist. Die Geschichte rührt zugleich auch an die Angst des Menschen vor fahrerlosen Transport- und Verkehrsmitteln. Eine der größten Sorgen ist, die Technik könnte dem menschlichen Willen nicht mehr gehorchen und den Menschen tyrannisieren. "Bei fahrerlosen Autos ist die Akzeptanzbarriere so hoch, dass das zur Zeit nicht einmal mehr diskutiert wird", berichtet der Verkehrspsychologe Bernhard Schlag von der Technischen Universität Dresden. Dagegen verkehren fahrerlose Züge hierzulande bereits, wenngleich sie lediglich wenige Kilometer Gesamtstrecke zurücklegen. Seit den achtziger Jahren transportiert zum Beispiel die H-Bahn (Hängebahn) in Dortmund die Studenten vom Uni-Gelände zu fünf verschiedenen Haltestellen. Auf Knopfdruck kommt das Schienenfahrzeug ähnlich wie ein Aufzug angefahren und sei es, um nur einen einzigen Fahrgast zu befördern. Jedes Jahr nutzen rund 1,3 Millionen Menschen das führerlose Vehikel. Auch zwischen den jeweiligen Terminals der Flughäfen Düsseldorf und Frankfurt pendeln mittlerweile vollautomatische Kurzzüge.
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