Ernährung
Fettleibigkeit durch Carnitin-Mangel?
Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Fettleibigkeit ein Carnitin-Mangel vorliegen kann. Die Bildung von Carnitin findet in fünf Syntheseschritten statt, unter Beteiligung der essentiellen Co-Faktoren Vitamin B6, Vitamin B12, Niacin, Folsäure. Ein Mangel eines einzigen dieser Stoffe kann zu einer eingeschränkten Biosynthese führen. Im Falle eines Carnitin-Mangels, der durch eine Blutuntersuchung festgestellt werden kann, könnte eine Carnitin-Substitution (Nahrungsergänzung) sicherlich sinnvoll sein. Carnitin fungiert als Carrier-Molekül beim Transport langkettiger Fettsäuren durch die
innere Mitochondrienmembran. Langkettige Fettsäuren können die Membran nur durch eine Veresterung mit Carnitin passieren, während mittel- und kurzkettige Fettsäuren diese auch ohne diesen Carrier (Transportmolekül) durchdringen. Es zeigt sich eindeutig, dass Carnitin die Fettverbrennung des Körpers in bestimmten Zellen steigern kann. Darüber hinaus wurde von zwei Wissenschaftlern aus Genf und den USA, erstmalig belegt, dass eine Gabe von Carnitin auch die Mobilisation von Fettsäuren aus den Adipozyten steigert und die Verbrennung von Fettsäuren in den Adipozyten erhöht. Es existieren ferner ausreichend Daten an sieben Tiermodellen, die alle eindeutig belegen, dass eine Carnitin Supplementation während einer kalorienreduzierten Diät zu einer signifikanten Abnahme des Körperfettgehaltes gegenüber Placebo führt, wobei es gleichzeitig zu einer Zunahme der fettfreien Muskelmasse kommt. Voraussetzung für eine hohe Wirksamkeit des Carnitins ist eine erhöhte Fettsäurebereitstellung. Dies kann nur durch eine Steigerung der sportlichen Aktivitäten oder die Zufuhr von Coffein erfolgen.
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