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Tipps für die Gehaltsverhandlung


Gehaltserhöhung mitten in der Wirtschaftskrise? Gerade wenn Stellen abgebaut werden und alle mehr arbeiten müssen, brauchen Unternehmen motivierte Mitarbeiter. Was zählt, sind gute Argumente. Pluspunkte bringen neue Kunden, Umsatzzuwächse oder erfolgreiche Projekte. Verbinden lassen sich Gehaltsforderungen aber auch mit neuen Aufgaben oder einer Beförderung. Doch es kommt nicht nur auf die Leistung an. 90% des Erfolges hängen davon ab, wie geschickt man diese Leistungen verkauft. Gut ist es, wenn man Argumente, Körpersprache und Antworten vorher übt; vielleicht das Gespräch mit
Tipps für die Gehaltsverhandlung
Freunden in der Rolle des Vorgesetzten auch einmal durchspielt. Wer so vorbereitet seinen Chef um ein Gespräch bittet, sollte aber nicht mit der Tür ins Haus fallen. Es genügt, um ein Gespräch über künftige Aufgaben oder die Position in der Firma zu bitten. Das Wort "Gehalt" sollte nicht zu früh fallen. Smalltalk bietet eine Gelegenheit, sich aufzuwärmen und für eine gute Atmosphäre zu sorgen. Wenn ein Mitarbeiter etwas will, ist es seine Aufgabe, den Chef einzustimmen. Mit Komplimenten und interessierten Fragen läßt sich mancher Vorgesetzte eine goldene Brücke bauen. Die wenigsten Chefs haben Spaß daran, immer als Ablehner zu gelten. Bevor es um Geld geht, sollte der Mitarbeiter seine Argumente darlegen. Am besten fängt man mit dem zweitbesten Argument an und endet mit dem Topargument. Dazwischen ist Platz für die schwächeren Punkte. Im Idealfall lasse sich der Chef dazu bringen, die Leistung des Mitarbeiters zu würdigen - der optimale Zeitpunkt für den Gehaltswunsch. Natürlich gibt es auch Chefs, die das Thema Geld ebenso geschickt vermeiden wie Lob und Anerkennung. Dann muss der Mitarbeiter das Kind selbst beim Namen nennen und um einen Vorschlag des Arbeitgebers bitten. Wichtig ist, dass das ohne Schärfe geschieht und die Wertschätzung nicht auf der Strecke bleibt. Verhandlungsspielraum sollte ein Mitarbeiter von Anfang an einplanen. Vor dem Gespräch legt man sich drei Ziele fest: "ein Maximalziel, ein Minimalziel und ein Alternativziel, wie eine Prämie oder eine Provision, falls der Verhandlungskarren feststeckt. Dafür bieten sich auch Gehaltsextras an, sie haben den Vorteil, dass sie für Arbeitgeber und Arbeitnehmer frei von Sozialabgaben und Steuern sind. Klassische Extras sind Tankgutscheine und Zuschüsse zur Kindergartenbetreuung oder zur beruflichen Fortbildung. Beliebt ist auch, dem Mitarbeiter einen Computer zur privaten Nutzung daheim zu überlassen. Selbst wenn der Chef nicht sofort mehr zahlt, muss das noch nicht das letzte Wort sein. Es ist wichtig, dass man im Gespräch bleibt, zumindest sollte der Vorgesetzte bereit sein, in absehbarer Zeit noch einmal über das Thema zu sprechen. Chefs, die das verweigern, werden sich auch in Zukunft nicht bewegen. In solchen Fällen muss man sich ernsthaft überlegen, wie lange man noch in diesem Unternehmen arbeiten will."



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